So unterscheidet sich der Purpose Bitcoin ETF vom GBTC Trust von Grayscale

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Seit 2017 warten Anleger gespannt auf eine Genehmigung durch den Bitcoin ETF, da die Existenz eines solchen Fonds ein wichtiges Symbol für die Massenakzeptanz und Akzeptanz im Bereich der traditionellen Finanzmärkte war.

Am 18. Februar fand an der Toronto Stock Exchange die offizielle Auflegung des Purpose Bitcoin ETF statt, und der Fonds absorbierte innerhalb von nur zwei Tagen schnell eine Marktkapitalisierung von mehr als 333 Millionen US-Dollar.

Jetzt, da der lang erwartete Bitcoin ETF hier ist, sind die Anleger gespannt, wie er mit dem GBTC-Fonds von Grayscale Investments konkurrieren wird. Am 17. Februar sagte Cathie Wood, Gründerin und CEO von Ark Investment Management, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Aufsichtsbehörden einen börsengehandelten Bitcoin-Fonds genehmigen, gestiegen ist.

Obwohl Exchange Traded Funds (ETF) und Exchange Traded Notes (ETN) ziemlich ähnlich klingen, gibt es grundlegende Unterschiede in Bezug auf Handel, Risiken und Steuern.

Was ist ein börsengehandelter Fonds?

Ein ETF ist ein Wertpapiertyp, der zugrunde liegende Anlagen wie Rohstoffe, Aktien oder Anleihen hält. Es ähnelt häufig einem Investmentfonds, da es von seinem Emittenten zusammengefasst und verwaltet wird.

ETFs haben sich zu einer 7,7-Billionen-Dollar-Branche entwickelt, die allein in den letzten zwei Jahren um 65% gewachsen ist.

Das bekannteste Beispiel ist der SPY, ein Fonds, der den S & P 500-Index nachbildet, der derzeit von State Street verwaltet wird. Invescos QQQ ist eine weitere EFT, die in den USA ansässige Technologieunternehmen mit hoher Marktkapitalisierung verfolgt.

Weitere exotische Strukturen sind verfügbar, beispielsweise das ProShares UltraShort Bloomberg Crude Oil ($ SCO). Mit Derivaten soll dieser Fonds das Zweifache des täglichen Short Leverage auf die Ölpreise bieten.

Was ist eine börsengehandelte Note?

Exchange Traded Notes (ETN) ähneln einem ETF darin, dass der Handel über traditionelle Broker erfolgt. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass ein ETN ein von einem Finanzinstitut ausgegebenes Schuldinstrument ist. Selbst wenn der Fonds über ein Rücknahmeprogramm verfügt, hängt das Kreditrisiko vollständig von seinem Emittenten ab.

Zum Beispiel, nachdem Lehman Brothers 2008 implodiert war, brauchten ETN-Investoren mehr als ein Jahrzehnt, um die Investition wieder hereinzuholen.

Auf der anderen Seite gibt der Kauf eines ETF einem direkten Eigentum an seinen Inhalten, was zu unterschiedlichen Steuerereignissen führt, wenn Terminkontrakte gehalten und Positionen genutzt werden. In der Zwischenzeit werden ETNs ausschließlich beim Verkauf besteuert.

GBTC bietet keine Umwandlung oder Rücknahme an

Der Bitcoin Trust Fund (GBTC) von Grayscale ist mit einem verwalteten Vermögen von 35 Milliarden US-Dollar der absolute Marktführer auf dem Markt für Kryptowährungen.

Investment Trusts sind – zumindest in aufsichtsrechtlicher Form – als Unternehmen strukturiert und „geschlossene Fonds“. Somit ist die Anzahl der verfügbaren Aktien begrenzt und das Angebot und die Nachfrage nach ihnen bestimmen weitgehend ihren Preis.

Investment Trust Funds werden vom US-amerikanischen Amt des Comptroller of the Currency (OCC) reguliert, daher außerhalb der Behörde der Securities and Exchange Commission (SEC).

GBTC-Aktien können nicht einfach erstellt werden, und es gibt auch kein aktives Rücknahmeprogramm. Dies führt tendenziell zu erheblichen Preisabweichungen vom Nettoinventarwert, dem zugrunde liegenden BTC-Anteil.

Ein ETF hingegen ermöglicht es dem Market Maker, Aktien nach Belieben zu erstellen und zurückzugeben. Daher ist eine Prämie oder ein Abschlag in der Regel unwahrscheinlich, wenn genügend Liquidität vorhanden ist.

Ein ETF-Instrument ist für Investmentfondsmanager und Pensionsfonds weitaus akzeptabler, da es ein viel geringeres Risiko birgt als ein geschlossener Trust wie GBTC. Privatanleger waren sich möglicherweise nicht der Möglichkeit bewusst, dass GBTC unter dem Nettoinventarwert handelt. Daher könnte das jüngste Ereignis die Anleger weiter unter Druck setzen, ihre Position auf den kanadischen ETF zu verlagern.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein ETF-Produkt aufgrund der größeren Transparenz und der Möglichkeit der Rücknahme von Aktien bei Aktien, die mit einem Abschlag gehandelt werden, ein deutlich geringeres Risiko birgt.

Die beeindruckende Marktkapitalisierung von GBTC zeigt jedoch deutlich, dass institutionelle Anleger bereits an Bord sind.

Die hier geäußerten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der author und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten von Cointelegraph wider. Jeder Investitions- und Handelsschritt ist mit Risiken verbunden. Sie sollten Ihre eigenen Nachforschungen anstellen, wenn Sie eine Entscheidung treffen.